Liebe Schwestern und Brüder in der Pfarrei St. Joseph,

in einem moderneren Weihnachtslied heißt es in der ersten Strophe:

„Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg, führ uns zur Krippe hin, zeig, wo sie steht, leuchte du uns voran, bis wir dort sind, Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind.“

Die Sterndeuter (Könige) aus dem Osten fragten in Jerusalem: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.“ (Mt 2,2)

Der Stern führte sie schließlich nach Bethlehem, wo sie Maria und Josef mit ihrem neugeborenen Kind gefunden haben. Die Krippe von Bethlehem mit dem Gotteskind ist zu einem neuen Ort der Gottesbegegnung geworden. In der Krippe berühren sich Himmel und Erde in Jesus Christus. Für die Sterndeuter (Könige) ist dieses Auffinden des göttlichen Kindes die Sternstunde ihres Lebens gewesen. Auch über unserem Leben blitzen Sterne auf, die uns in Bewegung setzen und in eine gewisse Richtung führen wollen. Vielfach sind es die Sterne des Konsums, der Spaßgesellschaft oder auch verführerische, einfache, radikale Ideen mit politischem oder religiösem Hintergrund. Das sind Sterne, die uns blenden wollen und uns eigentlich nur das oberflächliche Lebensglück anpreisen. Unter all diesen Sternen müssen wir den Stern entdecken, der uns den richtigen Weg zeigt, der uns die Sternstunde unseres Lebens schenken kann.

Seit Jesus in die Welt gekommen ist, steht das Leben aller Menschen unter einem neuen
Stern. Es ist der Stern der Liebe Gottes, die aufleuchtet in dem Kind von Betlehem. Dieser
Stern ist da und lädt uns ein, ihm zu folgen. In dem moderneren Weihnachtslied heißt es in der vierten Strophe: „Stern über Bethlehem, kehrn wir zurück, steht doch dein heller Schein in unserm Blick, und was uns froh gemacht, teilen wir aus, Stern über Bethlehem, schein auch zu Haus.“

Ich wünsche Ihnen gesegnete Adventstage, die Sie auf Weihnachten vorbereiten und ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest!

Ihr Pfarrer  Martin Cudak