Bauprojekte in der Pfarrei

Neue Ausblicke ...

... sind seit wenigen Wochen von der Klosterstrasse aus auf die KiTa und die Kirche St. Johannes möglich. Das ehemalige Schutzengelhaus ist für eine neue Bebauung durch einen Investor gewichen.

Bauzustandsbericht Kirche St. Johannes

Nachdem der Bodenbelag entfernt wurde, waren große Bohrlöcher im Boden erforderlich, um die Unterzüge nach Angaben der Statiker zu verstärken. Täglich ist Aktivität auf der Baustelle. In diesen Tagen sind bereits die Maurer tätig. Bald werden die Einbauten im EG, die neue Zwischendecke und das OG sichtbar. Mitte März werden dann die Türen und Fenster des EG in die Gebäudeaußenwand geschnitten. Eine kleine Planungsgruppe kümmert sich um die zukünftige Lautsprecher-, Medien- und Lichttechnik. Die Planungsgruppe hat getagt und die Kircheneingangssituation und die Ausrichtung der Kirchenbänke besprochen. Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön. Achten Sie zukünftig auf Homepage, AKTUELL oder Schaukasten, wann wir wieder einen Einblick ins Gebäude anbieten oder vielleicht sogar einen Baustellengottesdienst anbieten.

Was geschieht mit dem Kirchturm von St. Pius?

Viele Fachgespräche mit Architekten und vor allem Statikern waren bisher notwendig, um eine Lösung für die Kirchturmsanierung zu finden und um in den nächsten Wochen zu beginnen. Lange Zeit wurde die Hypothese verfolgt, der sanierungsbedürftige Klinkervorbau – vor allem zum Kirchplatz – könnte im Fugenwerk erneuert und mit nahezu 1000 Bohrankern an den Betonpfeilern des Kirchturmes gesichert werden. Auch gab es Überlegungen, dies auch für die Nordseite zu unterstellen/zu planen. Dann haben sich die Statiker und die Vernunft durchgesetzt, zunächst in einer
ersten Bauphase mittels Gerüst über die gesamte Südfläche den Klinker Stein für Stein abzutragen, um sich ein klares Bild vom alten Beton zu machen. Erst dann lassen sich auch Rückschlüsse für die Nordseite ziehen. Im Idealfall kann  auf der Südseite punktuell saniert werden, aber über diese zweiten Bauphase ent- scheidet der Kirchenvorstand dann nach erneuter Inaugenscheinnahme. Auch wird dann erst ent- schieden, ob ein neuer Klinker angebracht wird oder andere Materialien in Erwägung gezogen werden. Sobald die Witterung es zulässt, werden die Arbeiten beginnen. Aber laut Statiker darf kein Glockenschlag erfolgen – auch noch nicht zu Ostern.

Denkmalschutzmaßnahmen an der Kirche Liebfrauen abgeschlossen

Erhebliche Probleme mit losem oder porösem Mau- erwerk, Kapitellen oder Kreuzblumen beschäftigten in der Vergangenheit den Kirchenvorstand, vor allem in der Verantwortung der Verkehrssicherungspflicht. Sie erinnern sich, dass in einem ersten Schritt die Kreuzblumen vom Turm abgetragen wurden, loses Mauerwerk mit Hubsteigereinsatz abgeschlagen wurde und lange Zeit ein Bauzaun notwendig war. Ein Sanierungskonzept für die Gewährleistung der Verkehrsicherungspflicht wurde mit dem Bistum und der unteren Denkmalbehörde (Stadt Bottrop) besprochen.

2017 wurde bei der oberen Denkmalbehörde (Landschaftsverband Westfalen Lippe) der Antrag eingereicht. Nach einer ersten Ablehnung in 2018 erhielten wir in 2019 eine Förderungszusage über 25.000 Euro. Die Gesamtkosten der Sanierungsmaßnahme betragen 80.000 Euro. Nach Erhalt der Förderzusage wurde im letzten Herbst mit der Arbeit begonnen: Neue Kapi- telle und Abschlusssteine wurden „denkmalgerecht“ manuell ersetzt bzw. hergestellt und wieder an ihrem Ursprungsort eingebracht; viele Kreuzblumen und Verzierungen, insbesondere am Hauptportal wurden durch „Steinersatz“-Material neu modelliert und ersetzt. Eine Verlängerung der oberen Wasser- speier soll zukünftig ermöglichen, dass das Regen- wasser vom Mauerwerk abgehalten wird. „Warum wurde z. B. beim Hauptportal kein einheitliches Bild durch spiegelgleiche Anordnung der Kreuzblumen auf beiden Seiten durchgeführt?“, lautete oft die Frage von Interessierten. Die Antwort lautet konkret, dass wir zunächst mit bescheidenen Finanzmitteln ausschließlich die Verkehrssicherheit gewährleisten mussten. Daher sind noch alte stabile Kreuzblumen verblieben. Allerdings wurden aus ästhetischen Gründen keine neuen Kreuzblumen geschaffen. Die Arbeiten sind aktuell erfolgreich abgeschlossen. Sobald neue Fördergelder bewilligt werden, wird die Sanierung forgesetzt. Im Bild ein Blick auf das sanierte Hauptportal; die ersetzten Objekte sind gut sichtbar. "Wer hat an der Uhr gedreht?", fragen sich aktuell auch einige Eigener, wurde doch das Uhrwerk (zur Gladbeckerstraße hin) parallel bei einem Hubsteigereinsatz ausgebaut und ist in Reparatur. Herr Schürig hatte sich dafür eingesetzt. Jetzt muss erst auf einen Hubsteiger gewartet werden, um das Uhr- werk in 50 Meter Höhe wieder einzusetzen.

Text und Bilder: Klaus Wehrhöfer, Pfarrbrief Ostern 2020