Gedenkmesse für Bernhard Poether - 22. September

Sonntag, 22. September 2019, 11.30 Uhr
Gedenkmesse anlässlich des 80. Tages der Verhaftung von
Bernhard Poether im alten Pfarrhaus St. Joseph

in der Kirche St. Joseph, Förenkamp 27, 46238 Bottrop.

 

Zelebrant Ewald Spieker aus der Heimatpfarrei von Bernhard Poether St. Clemens Hiltrup/Münster. Nach der Orgelmatinée mit Martin Tigges wollen wir gemeinsam mit einer Besuchergruppe von St. Clemens innehalten an der Eingangstür des alten Pfarrhauses.

Kaplan Bernhard Poether kam am 4. April 1939 als junger Seelsorger insbesondere für die polnisch sprechenden Gemeindemitglieder nach St. Joseph, Bottrop. Nicht zuletzt wegen seiner Seelsorge an den sogenannten „polnischen Christen“, zu der ihn sein Bischof Clemens August von Galen beauftragt hatte, wurde er am 22. September 1939 von der GESTAPO im alten Pfarrhaus von St. Joseph verhaftet und im Polizeigefängnis der Stadt Bottrop inhaftiert, verhört und gedemütigt. Am 19. März 1940 wurde er ins KZ Sachsenhausen zur strengen Einzelhaft abtransportiert und von dort am 18. April 1941 in den „Priesterblock“ ins KZ Dachau überführt. An den Folgen der Folter, der Unterernährung und der Schikanen starb er dort am 5. August 1942. Seine Urne mit der Asche aus Dachau fand 1992 in seiner Heimatpfarrei St. Clemens in Hiltrup/Münster eine würdige Stätte des Gedenkens. 2007 wurde vor der Kirche St. Joseph für ihn ein „Stolperstein“ ins Pflaster gelegt, ein weiterer 2009 vor der Kirche Herz Jesu in Gladbeck-Zweckel. Die Inschrift seines Kelches anlässlich der Priesterweihe trägt die Inschrift „Am Altare muss der Priester stehen, der nicht mit Worten allein, sondern durch die Tat das Volk ermahnt, zu bekennen und Zeugnis abzulegen.“ Dieses Eintreten für Christus und der gewaltsame Tod machen ihn zu einem Märtyrer und Vorbild für uns heute und die nachfolgenden Generationen – eine Mahnung an uns: „Gegen das Vergessen!“