75. Todesjahr von Kaplan Bernhard Poether

Nur wenige Monate lebte Kaplan Bernhard Poether in unserer Pfarrei und wirkte als Seelsorger, damals nicht nur in der Jugendseelsorge sondern auch wegen seiner polnischen Sprachkenntnisse in der Seelsorge der damaligen polnischen Mitchristen, er war deren Ansprechpartner und Beichtvater. Am 22.09.1939 wurde er im Pfarrhaus wegen dieser damals nicht gewollten, verbotenen Kontakte von der Gestapo verhaftet und ins Bottroper Gefängnis verbracht. Über das KZ Sachsenhausen(1940) kam er 1941 in das KZ Dachau, wo er am 5.August 1942 im Alter von 36 Jahren verstarb.


Am 5.8. in diesem Jahr konnte ich gemeinsam mit dem Freundeskreis Bernhard-Poether aus St. Clemens in Münster-Hiltrup das KZ Dachau besuchen, einen Kranz an der Stelle hinterlegen, wo Bernhard-Poether Verspottung der Priester, Qualen und Todesangst erleiden musste. Gleichzeitig konnten wir einen Dankgottesdienst für diesen Märtyrer dort feiern, weil er sein Leben für das Eintreten für seinen Glauben hingeben musste und uns allen heute zum Vorbild werden kann, wie er sein Glaubenszeugnis gelebt hat.

Bild und Text: Klaus Wehrhöfer